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Audiologie-Gebäude

Bau eines Audiologie-Gebäudes zur Beurteilung des Hörverlustes von schwerhörigen Personen

Im Dorf Pomerini soll, angegliedert an die Schule vor Ort, der Bau eines Audiologie-Gebäudes erfolgen, um eine effektive Beurteilung des Hörvermögens der Schüler*innen sowie anderer Betroffener vor Ort zu ermöglichen. Aktuell müssen die Schüler*innen der Schule ebenso wie weitere betroffene Personen der Gemeinde die Strecke von 58 km ins nächstgelegene Zentrum in der Stadt Iringa auf sich nehmen, um ihr Hörvermögen testen und ihre Gehörprobleme behandeln zu lassen.
Dies bedeutet einen gewissen Aufwand, der unter anderem aufgrund der anfallenden Kosten oftmals nicht tragbar ist. Somit bleiben viele Personen unbehandelt und die Folgen der Schwerhörigkeit oder Gehörlosigkeit schränken ihr Leben stark ein.
Neben dem Bestehen von Kommunikationsbarrieren zwischen den Betroffenen und Dritten sind vor allem Stigmatisierung und Diskriminierung ein bedeutender Teil der Problematik.
Schwerhörige und gehörlose Personen der Region haben oft mit Gewalt und Ausgrenzung zu kämpfen und können sich ohne Unterstützung, beispielsweise in Form von Hörgeräten, kaum behaupten.
Dementsprechend sind sie stark von hilfeleistenden Personen abhängig und oft nicht in der Lage, selbstständig zu leben und ihre Persönlichkeitsrechte zu entfalten.
Zu den daraus entstehenden psychischen Belastungen kommt die erhöhte Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung mit HIV, die durch die überdurchschnittlich hohe Anzahl an sexuellen Übergriffen bedingt ist. In diesem Sinne ist es wichtig, der Thematik mehr Präsenz und Legitimität zu verleihen.
Mit einem Audiologie-Gebäude vor Ort könnte ein Schritt gegen die genannten Probleme getan und die Betroffenen somit besser in die Gesellschaft integriert werden.
Hinzu kommt, dass die zur Testung benötigten Geräte sich schon seit einigen Jahren im Bestand der Organisation befinden und erst durch das entsprechende Gebäude zur Anwendung kommen können.

Das Vorhaben wurde von der lokalen Organisation “TEPDGHO” (Tanzania Empowerment for Persons with disability and Gender Health organization) initiiert, welches auch die lokale Durchführung verantwortet.

GIF sorgt für die Finanzierung mithilfe einer Förderung durch die “W.P. Schmitz-Stiftung”.

Weiterführende Links:
https://www.facebook.com/TEPDGHO/
https://www.schmitz-stiftungen.de/